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    2026-03-05 11:11:52

Geistliche in Egen

Details
Michael
Kategorie: Kirchliches
Lesezeit: 8 Minuten
Veröffentlicht: 05. März 2026
Erstellt: 05. März 2026
Zuletzt aktualisiert: 05. März 2026
Zugriffe: 7

Ernst Löffler
Vikar und Schulleiter vom 28. März 1854 bis 29. August 1855

Wilhelm Hölzer
Vikar und Schulleiter vom 17. Oktober 1855 bis 22. September 1859

Karl Theodor Tellers
Vikar vom 22. September 1859 bis 3. Februar 1864. Bis zum 13 Mai 1861 Schulleiter.

Peter Franken
Vikar vom 11April 1864 bis 24. Februar 1871

Egon Christian Lussem
Pfarrer vom 24. Februar 1871 bis 27. April 1872
erster Pfarrer von Egen, wurde später Pfarrer von Luchtenberg im Dekanat Derichsweiler.

Johann Jakob Vogelbacher
Pfarrer vom 27. April 1872 bis 1886
1836 in Köln geboren und am 3. September 1860 zum Priester geweiht. Vor der Versetzung nach Egen war er 12 Jahre als Kaplan und Lehrer an der höheren Schule in Dormagen bis zu deren Schließung tätig. ,,Neben der Seelsorge betrieb Vogelbacher eine ausgedehnte schriftstellerische Tätigkeit für ein in Wipperfürth erscheinendes Sonntagsblatt und für das Wipperfürther Volksblatt dessen Schriftleiter er war. Während des Kulturkampfes betätigte er sich eifrig auch in den anderen Pfarreien als Prediger und Redner". Nach seiner Tätigkeit in Egen wurde er Pfarrer von Hönningen im Dekanat Grevenbroich.

Joseph Miebach
Pfarrer vom 15. Januar 1887 bis 1893
1841 in Engelskirchen geboren und am 21. August 1868 zum Priester geweiht. Nach seiner Tätigkeit in Egen wurde er Pfarrer von Urbach.

Peter Julius Felder
Pfarrer von 1893 bis 1909
Geboren in Lendringhausen und am 21. März 1874 zum Priester geweiht. Bevor er als Priester nach Egen kam, war er 12 Jahre im Bistum Regensburg und dann 5 Jahre als Rektor von Biesfeld tätig. Durch einfachste Lebenshaltung sparte er 15000 Mark an, die er in einen Küsterorganistenfond spendete. Weiterhin schenkte er der Gemeinde einen Meßkelch und eine von Joseph Wigger erworbene Wiese. Wegen Kränklichkeit und einer ,,antipathischen Strömung" in der Gemeinde ging er 1909 in den Ruhestand. Er starb am 29. Oktober in Köln.

Dr. theol. et phil. Johann Gerhard Koch
Pfarrer von 1909 bis 1921
Geboren am 2. Dezember 1875 in Efferen und am 28. Oktober 1900 in Rom zum Priester geweiht. Von 1907 an war er Kaplan an St. Kreuz in Aachen. Am 15. Oktober 1909 wurde er beurlaubt und erhielt am 22. November 1909 die Pfarre in Egen zugewiesen. Am 14. Oktober 1921 wechselte er nach Lülsdorf am Rhein. Im Ruhestand kehrte er 1945 nach Egen zurück und lebte bis zu seinem Tode 1959 in Hasenburg.

Joseph Leonard Collet
Pfarrer von 1921 bis 1932
Geboren am 9. April 1884 in Hillesheim im Bistum Trier wurde er am 1. August in Köln zum
Priester geweiht. Nach einer Kaplanstelle in Essen und Wipperfürth ist er am 8. November 1921 zum Pfarrer in Egen ernannt worden. 1932 trat er in den Ruhestand und ging zurück nach Hillesheim, wo er am 24. August 1933 verstarb. In seiner Amtszeit konnte eine für den 13. Juni 1923 angesetzte Visitation und Firmung durch Weihbischof Sträter nicht erfolgen, da die Franzosen im Zuge der Ruhrgebietsbesetzung in der Neye den Weg versperrten.

Joseph Paul Meyer
Pfarrer von 1933 bis 1940
In Elberfeld am 18. November 1881 geboren und am 18. März 1905 zum Priester geweiht, hatte, bevor er am 30. November 1933 zum Pfarrer von Egen ernannt wurde, mehrere Pfarrestellen inne. Er ordnete die Pfarrbücherei (Borromäusbibliothek) neu und baute sie weiter aus. Nach der Pfarrstelle in Egen wechselte er zur Pfarrstelle Niedernberg im Dekanat Lechenich.

Heinrich Adalbert Hoeing
Pfarrer von 1940 bis 1953
Er wurde am 28. August 1899 in Essen geboren und am 5. März 1925 zum Priester geweiht. Nach der Kaplanstelle in Köln - Mühlheim (Herz-Jesu) ernannte man ihn am 28. November 1940 zum Pfarrer von Egen. Nach seiner Zeit in Egen wechselte er in die Pfarre St. Appolinaris in Frielingsdorf. Am 13. Juni 1976 verstarb er in Engelskirchen wo er noch als Subsidiar tätig war.

Bernhard Schmitz
Pfarrer von 1954 bis 1956
Geboren am 25. Juli 1900 in Köln und am 24. Februar 1926 zum Priester geweiht. Nach der Pfarrerstelle in Glesch kam in die Pfarrei Egen in der er bis zu seinem Tode am 11. Dezember1956 tätig war.

Franz Lange
Pfarrer von 1957 bis 1968
Am 11. September 1903 in Wuppertal Ronsdorf geboren, wurde im Jahre 1933 zum Priester geweiht und kam von der Kaplanstelle in Morsbach / Sieg am 2. Januar 1957 nach Egen. Während einer Lichtmeßandacht am 4. Februar 1968 verstarb er noch in der Kirche. Danach wird zunächst Dechant Josef Mäurer zum Pfarrverwalter ernannt. Die Sonntags-Messen und eine Erstkommunion werden von Rektor Simon Drechsler zelebriert.

Josef Schlösser
Pfarrerverwalter von 1968 bis 1977
Er wurde am 20. März 1928 in Düsseldorf geboren ging er zunächst nach seiner Volksschulzeit als Jungwerker zur Eisenbahn. Mit 22 Jahren besuchte er das Abendgymnasium ,"Marianum" in Neuß. Nach dem Priesterseminar wurde er am19.Juli 1960 in Köln zum Priester geweiht. Nach der Kaplanstelle in Wipperfürth wechselt er als ständiger Pfarrverwalter nach Egen. Seine hauptamtliche Tätigkeit ist jedoch Religionslehrer im Engelbert von Berg Gymnasium in Wipperfürth. Zum ersten Mal wird in Egen kein ordentlicher Pfarrer ernannt. Der Pfarrverwalter ist mit allen Rechten und Pflichten Pfarrer, doch nicht Amtsinhaber. Nach seiner Zeit in Egen wechselte er nach St. Anna in Hangelar, wo er am 20. Februar 1989 verstarb.

Franz Stark
Pfarrverwalter von 1978 bis 1979
1926 in Neuß geboren und zum Priester geweiht im Februar 1952 in Köln wechselte er von seinerGymnasialpfarrerstelle in Kaarst bei Neuß nach Egen. Auch er war hauptamtlich Religionslehrer am E.v.B.Gymnasium in Wipperfürth. Der Priestermangel bringt es mit sich, daß Pfarrer Stark schon Anfang 1979zum Pfarrer von Siegburg (Liebfrauen) ernannt wird und Egen verläßt. Bis Juni 1981 wurde Egen vonPfarrer Unger aus Wipperfeld verwaltet. Heute wirkt Pfarrer Stark als Subsidiar in St. Cyriakus in Neuss.

Dirk Willem Blanken
Pfarrverweser von 1981 bis 1989
Pater Blanken wurde am 2. Januar 1912 in Amsterdam geboren und empfing am 17. Juli 1938 in Nijmegen die Priesterweihe von einem Missionsbischof seines Ordens der Herz-JesuPriester. Nach der Kriegsgefangenschaft war er Militärseelsorger in der niederländischen Luftwaffe. Nach 25 Jahren Dienst wechselte er ins Erzbistum Köln als Seelsorger nach Kaarst Büttgen-Vorst. Vom 27. Juni 1981 kam er als Ruheständler nach Egen. Er starb am 22. Juni 1989 im Marienhospital in Hückeswagen. Bis Januar 1990 wurden die Sonntagsmessen von den Priestern Mutig, Schomus und Grabowski gehalten.

Pastor Tiedmann
In Egen vom 16.12.1990 bis 27.12.1990
Er kommt als Priester im besonderen Dienst bereits krank (und Mieter des Pfarrhauses) nach Egen und wird feierlich in sein Amt eingeführt. 11 Tage später verstirbt er im Krankenhaus von Wipperfürth.

Hubert Reich
Vom 14. Juli 1991 bis zum 8. September 1993wird Pfarrer Grabowski (siehe unten) von Pfarrer Hubert Reich (Pfarrer im besonderen Dienst) unterstützt. Geboren am 11. Oktober 1916 in Danzig und am 25. Februar 1951 in Limburg zum Priester geweiht. Pastor Reich verließ die Gemeinde aus gesundheitlichen Gründen und starb am 4. März 1994 in Lindenholzhausen bei Limburg.

Günter Grabowski
Pfarrverweser vom 28. Januar 1990 bis 30.Oktober 2003
Geboren am 4. Oktober 1934 in Parwark Kreis Marienburg Westpreußen und am 20. Dezember 1969 in Salvador in Bahia in Brasilien zum Priester geweiht.
Neben seinem Dienst in Egen war er noch Pfarrvikar in Kreuzberg und in Hämmern.
Im Zuge der Neustrukturierung des Seelsorgebereiches ist er von seinen Aufgaben in Egen entpflichtet und zum Pfarrvikar im gesamten Seelsorgebereich ernannt worden.
Im Rahmen der Aufgaben des Seelsorgeteams war Pastor Grabowski auch für Egen bis zu seinem Ruhestand im April 2008 weiter seelsorgerisch tätig. Seitdem lebt er in Reichshof Denklingen.

Durch die neue Struktur des Seelsorgebereiches wird Egen (und auch die anderen Gemeinden) seit 2008 durch ein Seelsorgeteam versorgt.
Die Verantwortung liegt nunmehr bei den leitenden Parrern.
In dieser Eigenschaft wirken in Egen die Seelsorger

Thomas Jablonka
Pfarrer in Egen seit dem 01. Oktober 2003 bis Januar 2016. Seit 2008 leitender Pfarrer des ganzen Seelsorgebereichs Wipperfürth mit seinen ehemals 8 Pfarreien.

Lambert Schäfer
Seit März 2017 leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs Wipperfürth.

Das Kirchengebäude - Eine Beschreibung

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Michael
Kategorie: Kirchliches
Lesezeit: 1 Minuten
Veröffentlicht: 05. März 2026
Erstellt: 05. März 2026
Zuletzt aktualisiert: 05. März 2026
Zugriffe: 8

“Die Pfarrkirche in Egen  ist eine rechteckige, nach Osten gerichtete Saalkirche in den Abmessungen 21,30m x 11,0m mit Außenwänden in Bruchsteinmauerwerk und im Inneren mit einer farbig gestrichenen Holzdecke im Kreissegmentbogen, erbaut um 1850 auf Betreiben und mit Schenkungen engagierter katholischer Bürger von Egen

1911 erhielt die Kirche im Osten einen Chorraum
(6.5m x 6,35m), seitlich und oben eingezogen mit runder Apsis und einem kleinen Sakristeiraum nach Norden angebaut, sowie im Westen einen teilweise vorgesetzten und teilweise über das Kirchenschiff auskragenden Kirchturm (5m x 5m) mit Turmhelm aus achteckiger Zwiebel, Laterne und Spitze
(Höhe: 29,3m).

1972 wurde die Sakristei nach Norden erweitert; es folgte eine einfache Renovierung mit der Aufstellung eines neuen Altares.
Die Pfarrkirche Egen ist in die Denkmalliste der Stadt Wipperfürth eingetragen.”


(So beschreibt Architekt Dipl. Ing. Erhard-Werner Richter die Kirche. Unter seiner Leitung wurde die Kirche 1991 bis 1997 renoviert.)

Kirchengeschichte bis zur Pfarrerhebung

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Michael
Kategorie: Kirchliches
Lesezeit: 4 Minuten
Veröffentlicht: 05. März 2026
Erstellt: 05. März 2026
Zuletzt aktualisiert: 05. März 2026
Zugriffe: 7

Bekehrung zum Christlichen Glauben (katholisch)
Die Christianisierung des Bergischen Landes begann mit dem Kampf Karl des Großen gegen das Volk der Sachsen im Jahre 772. Von Köln aus teilte man die Gebiete in bischöfliche Seelsorgebereiche ein und erteilte die Gewalt zu predigen und zu taufen.


Egen = eine Ableitung vom Wort “Eigen”
1548 ist eine urkundliche Nennung der Örtlichkeit belegt. Genannt wird der „Jorgen op dem Eigen“ in den Listen der bergischen Spann- und Schüppendienste.

Egen entstand durch Rodung des Waldes aus einem allodialen (allodial =lastenfrei; ganz Eigentum, beziehungsweise das freie Eigentum eines Lehnsmanns) Grundbesitz die Siedlung Egen. Das Gebiet um Egen herum gehörte zum Kirchenspiel Wipperfürth.
Die hier lebenden Katholiken mussten für die Teilnahme an einem Gottesdienst oder den Empfang eines Sakraments einen zweistündigen, beschwerlichen Weg durch Wind und Wetter auf sich nehmen. Berichtet wird Anfang des 18.Jahrhunderts von einem Leichenzug, der bei strömenden Regen und Hochwasser nach Wipperfürth unterwegs war. Völlig durchnässt erreicht die Gruppe in Wipperfürth die Tönnisbrücke. Hier erbarmen sich einige Wipperfürther Bürger der Menschen und bitten sie zum Kleiderwechseln und Aufwärmen in ihre Wohnungen.


Die Bewohner des Schulbezirks Egen wollen ein eigenes Gotteshaus errichten
Um Schulbildung zu erhalten mußte man die Schulen in Radevormwald, Hückeswagen oder Wipperfürth besuchen. In der Winterzeit mieteten einzelne Nachbarschaften eine Lehrkraft, die dann in einem Privathaus den Untericht erteilte. Seit 1831 gab es in Kotten im ersten Stock des Hauses Rudolf Hinüber eine Schule mit einem fest angestellten Lehrer (Schulamtspräparanten). Diese hielten jedoch nur zwei bis drei Jahre auf ihrer Stelle durch. 1837 ist die Schule nach Egen in das Haus des Anton Schmal verlegt worden.

Die Bewohner des Schulbezirkes Egen beschlossen 1848 in einer Versammlung nahezu einstimmig ein eigenes Gotteshaus zu errichten, damit man der Erfüllung der der religiösen Pflichten besser nachkommen könnte. Ein weiterer Grund bestand in der Sorge um die Erziehung der Jugend, bzw. der Erhaltung des katholischen Glaubens in der mittlerweile von Protestanten umgebenen Region. Es wurde ein Baukomitee gewählt. Mitglieder waren Anton Schmal, Wilhelm Grüterich, Samuel Lorenz, Peter Biesenbach, Wilhelm Müllensieper, Kaspar Dörpinghaus, Johan Kirchenbücheler und Rudolf Hinüber.


Der  Bau der Kapelle beginnt im Jahr 1848
“Unter Ihrer Leitung und der allgemeinen freudigen Beteiligung der Bewohner sowie unter dem sichtbaren Beistand Gottes wurde nun der Bau aus freiwilligen Beiträgen zur Ehre Gottes im Jahre 1848 in Angriff genommen” (Zitat Pfarrchronik). Der Landwirt Anton Schmal zu Eichholz schenkte der Pfarrgemeinde Wipperfürth die für den Bau von Kirche und Pfarrhaus erforderlichen Grundstücke am 1 Juli 1848. Das für die Kirche benutzte Steinmaterial stammt aus einem nur etwa 200m unterhalb des heutigen Kirchgartens gelegenen Steinbruch. Im Dezember 1850 waren Kapelle und Pfarrwohnung fertig gestellt.


Das Erscheinungsbild des Gotteshauses nach der Fertigstellung im Dezember 1850
Die Kapelle wies einen rechteckigen Grundriss auf. Auf dem Satteldach befand sich ein kleiner Dachreiter mit spitzer Haube. Die Chorapsis, der Turm und die Sakristei kamen erst zirka 60 Jahre später hinzu.

Seelsorge verknüpft mit Schuldienst ermöglicht eigenen Geistlichen in Egen
Am  19. Dezember 1850 übergab das oben genannte Komitee die Kapelle mit allem Zubehör und dem Gottesdienst dienenden Mitteln der Pfarrkirche in Wipperfürth. Außerdem verpflichtete man sich, jährlich 100 preußische Taler an den auf Egen fungierenden  Geistlichen zu zahlen. Die Einweihung der Kapelle erfolgte durch den Pfarrer von Wipperfürth, Dechant Wilhelm Dünner am 8. September 1851. Die heiligen Messen an den Sonn- und Feiertagen versahen nun Vikare aus Wipperfürth. Im Jahre 1854 schließlich genehmigte Kardinal von Geissel die Schenkungen unter der Auflage, dass der Pfarrkirche in Wipperfürth und dem Geistlichen in Egen keinerlei Kosten entstehen dürfen. Mit diesem Datum erhielt Egen einen eigenen Geistlichen (Vikar Ernst Löffler), der gleichzeitig auch für den Schuldienst zuständig war. Die Finanzierung des Geistlichen ermöglichte eine freiwillige Umlage der Bewohner des Schulbezirks und die Verknüpfung von Seelsorgerstelle und Schuldienst.


Pfarrerhebung am 16. Januar 1871
Unter der Leitung des Vikars Karl Theodor Tellers begann man 1863 mit den Verhandlungen zur Errichtung einer eigenen Pfarrei. Ein hierzu gegründeter Pfarrverein löste sich jedoch nach drei Jahren infolge von “Wiederständen” auf. Ein später gegründetes Pfarrkomitee (C. Schmal, Samuel Lorenz, Johan Peter Walder, Peter Christian Müllensieper) unter dem Vikar Peter Franken gelang es nach nun sieben Jahren ausdauernden Verhandlungen das Ziel einer eigenen Pfarrei in Egen zu erreichen. Am 17. August 1870 erfolgte die Anerkennung seitens der Regierung. Die von der erzbischöflichen Behörde ausgestellte und vom Kölner Erzbischof Melchers unterzeichnete Pfarrerhbungsurkunde trägt das Datum des 16. Januar 1871.

Der Name der Pfarrei lautet:
“Unbefleckte Empfängnis Wipperfürth - Egen”

Der erste Pfarrer von Egen wurde Christian Lussem. In seiner Pfarrei wohnten 375 katholische und 53 andersgläubige Menschen.

Pfarrerhebung

Details
Michael
Kategorie: Kirchliches
Lesezeit: 4 Minuten
Veröffentlicht: 05. März 2026
Erstellt: 05. März 2026
Zuletzt aktualisiert: 05. März 2026
Zugriffe: 7

Wortlaut der Pfarrerhebungurkunde von 1871

Schon seit einer Reihe von Jahren haben die katholischen Bewohner des Kapellen-Bezirks Egen wegen der großen Entfernung von der Pfarrkirche zu Wipperfürth mit vielen Opfern danach gestrebt, zu einer eigenen Pfarrgemeinde erhoben zu werden und sich der Segnungen der Wirksamkeit eines eigenen Hirten in ihrer Mitte zu erfreuen. Dieselben haben deshalb ohne fremde Hilfe eine geräumige Kirche und ein Wohnhaus für den Geistlichen erbaut, auch sind teils durch Zuwendungen einzelner Wohltäter, teils durch Beschluß der betreffenden Gemeinderäte die nötigen Mittel beschafft, um das Einkommen des bisherigen Rektors zu dem Betrag eines genügenden Pfarrgehaltes zu erhöhen und den Unterhalt des Gottesdienstes zu bestreiten, auch ist die sichere Aussicht gegeben, daß, sobald die Pfarrerhebung geschehen ist, ein geeigneter Kirchhof hergestellt wird. Endlich hat der Pfarrer von Wipperfürth seinerseits auf die Entschädigung verzichtet, während dem jetzigen Küster für die Zeit seiner Amtsdauer eine solche im Betrage von jährlich 6 Tlr 10 Sgr zu leisten bleibt, zu deren Entrichtung einige Bewohner von Egen sich verpflichtet haben. Dadurch ist es jetzt möglich geworden, dem lang gehegten Wunsch der Bewohner von Egen zu entsprechen, nachdem die betreffenden Gemeinde- und Kirchenvorstände sich einverstanden und Seine  Majestät unser Allergnädigster König durch allerhöchste Kabinetts - Ordre vom 17. August dieses Jahres für die Erhebung dieses Kapellen-Bezirks Egen zu einer selbständigen Pfarrei die staatliche Anerkennung zu erteilen geruht haben. Demnach haben wir kraft Unseres Oberhirtenamtes und auf Grund der allgemeinen Uns zustehenden Befugnisse, sowie der durch die hl. Kirchenversammlung von Trient 5. XXJ, Cap. IV de reform. und der durch den hl. Apostolischen Stuhl Uns verliehenen besonderen Vollmachten beschlossen und beschließen andurch wie folgt:

1. Wir lösen die Kapelle und den Kapellen-Bezirk Egen im Umfange der Grenzen des Schulbezirks Egen, soweit derselbe zur Pfarrei Wipperfürth gehört, aus dem Pfarrverbande mit der Mutterkirche zu Wipperfürth.

2. Wir erheben gedachte Kapelle zu einer Pfarrkirche mit allen Pflichten und Rechten, welche einer solchen nach den Allgemeinen Kirchengesetzen und nach der besonderen Verfassung Unserer Erzdiözese zukommen und obliegen, und weisen ihr als Pfarrsprengel den oben sub. nr. 1 bezeichneten abgelösten Teil der Pfarre Wipperfürth zu.

3. Wir erheben die bisherige Vikariestelle zu Egen zu einem Pfarroffizium und bestimmen den bisherigen Vikariefonds, ohne Aufhebung der darauf lastenden Verpflichtungen, sowie die zu Gunsten einer Pfarrstelle zu Egen gemachten Zuwendungen in Verbindung mit der für den bisherigen Vikar von den Angehörigen jenes Schulbezirkes gezahlten jährlichen Summe von 153 Tlr und der von denselben bisher an die Pfarrkirche zu Wipperfürth gezahlten Kirchensteuern von jährlichen 94 Tlr 1 Sgr 10 Pfg zur Dotation der neu errichteten Pfarrstelle.

 

Nachdem wir nun in vorstehender Weise dem frommen Verlangen der in Christo geliebten Parochianen der neuen Pfarrgemeinde Egen gern willfahrt haben, ist es Unser eifrigster Wunsch und unsere sehnlichste Hoffnung, daß sie der Gnaden, welche ihnen in ihrer Pfarrkirche eröffnet sind, sich mit großem Eifer teilhaftig machen und als treue Kinder der katholischen Kirche willig und folgsam zu ihrem ewigen Ziele sich hinleiten lassen. Als dieses Unseres oberhirtlichen Wunsches heilbringendes Unterpfand und als Zeichen Unserer besonderen Liebe ertheilen Wir allen Mitgliedern der neuen Pfarrgemeinde Egen Unseren erzbischöflichen Segen.

 

Gegeben zu Köln unter unserer Unterschrift und Beifügung unseres Insiegels am Feste des hl. Papstes Marzellus
den 16. Januar 1871

 

Paulus.

(Erzbischof Paulus Melchers)

Baugeschichte der Kirche

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Michael
Kategorie: Kirchliches
Lesezeit: 6 Minuten
Veröffentlicht: 05. März 2026
Erstellt: 05. März 2026
Zuletzt aktualisiert: 05. März 2026
Zugriffe: 6

Bauliche Veränderungen der Kirche von 1848 bis 2013

Die Baukosten für das zunächst als Kapelle errichtete Gotteshaus betrugen lt. Rechnungsbuch 1105 Thaler, 29 Silbergroschen und 2 Pfennige.
Fast 60 Jahre blieb die Kirche in ihrer ursprünglichen Form ohne Sakristei  Chorapsis und Turm. Unter Pastor Miebach (1887-93) erhielt sie den vielleicht einigen älteren Pfarrangehörigen noch bekannten Hochaltar.

Eine Neueindeckung des Kirchendaches erfolgte erstmalig 1898 unter Pastor Felder. Die Kosten beliefen sich auf 2192,10 Mark. Eine wesentliche Erweiterung erfuhr die Egener Kirche durch den Anbau des Turmes, des Chores und der Sakristei im Jahre 1911. Pastor Dr. Koch hatte dieses Vorhaben maßgeblich vorangetrieben. Der Chorraum hat eine Breite von 5m und eine Tiefe von 6m. Der Turm ist im oberen Bereich verschiefert und trägt eine verkupferte Zwiebelhaube. Die Baukosten beliefen sich auf 19 936,53 Mark. Aufgebracht wurde das Geld durch eine Verlosung (1450 Mark), einem Zuschuss der erzbischöfliche Behörde (2900 Mark) und einer Spende von 2000 Mark durch Pastor Dr. Koch. Die Restsumme "ersang"der Kirchenchor bzw.  spendeten die Pfarrangehörigen.  Die feierliche Einweihung des Erweiterungsbaues vollzog Dechant Konrad Schmitz von Olpe am 15. Oktober 1911.

Bereits ein Jahr später im Mai 1912 wurden der Gemeinde von Hubert Dörpinghaus zu Güttenhausen drei neue Glocken im Wert von 3195 Mark geschenkt. Die Glocken hatten einen Durchmesser von je 92, 76, 67 cm und ein Gewicht von 478,  270 bzw. 179 kg. Der ehemalige Chordirigent Lehrer und Organist in Egen F. Schätzer prüfte die Glocken (a,c,d) auf ihre Klangreinheit. 1917 werden zwei der neuen Glocken und die alten Glocken aus dem Dachreiter für Kriegszwecke eingeschmolzen. In diesem Krieg fallen 10 Gemeindemitglieder. Zu Ihrem Andenken wird 1925 eine Tafel mit den Namen in die Nordwand eingelassen (1959 infolge der Renovierung der Kirche abgenommen). 1926 schaffte man erneut zwei neue Glocken (c, d) für 1522,95 Mark an. Pfarrer Dr. Koch spendete hierzu 1000 Mark. Dieser Betrag sollte die Hilfeleistungen der Gemeinde danken bei dem Neubau eines von Ihm auf Hasenburg gekauften Bauernhöfchens. Im letzten Weltkrieg mussten erneut zwei Glocken abgegeben werden. Die kleinste verblieb im Turm. 1953 wurden drei weitere Glocken angeschafft. Das Gewicht dieser Glocken beträgt 670, 360 und 260 kg. Zusammen mit der Verbliebenen gibt es seither in Egen ein Vierergeläut.

Im August 1920 stellte man eine Orgel von 10 Registem der Fa. Josef Fabritius in Kaiserswerth auf. Diese Orgel stammt aus der Pfarrkirche in Halver. Beim Einbau ging das ursprüngliche Aussehen des Instruments völlig verloren. Das bis zu diesem Zeitpunkt benutzte Harmonium ist nach Hämmem verkauft worden.
1924 installierte man in der Kirche eine elektrische Beleuchtung und 1929 erfolgte der Anschluss an die damalig ,,Wurthsche" Wasserleitung. Der Innenraum der Kirche erhielt im Jahre 1931 eine Ausmalung von A. Emonts aus Aachen.

1934 installierte man eine Heizungsanlage.
Damit die Last des Blasebalgtretens von den Messdienern genommen werden konnte
(ältere Pfarrangehörige berichten, dass die Herren Messdiener gelegentlich den Organisten neckten und ihm mitten im schönsten Spiel die Luft ausgehen ließen)
wurde 1936 ein elektrisch betriebenes Gebläse angebracht.

Anfang 1956 beschließt man den ,,Verfall" der Kirche zu stoppen. Die Mängelliste war sehr lang: [Zitat Protokollbuch vom 2 Febr. 1956: ,,Die Mauern müssen neu verputzt werden. Die Fenster im Chor müssen entweder repariert oder zugemauert werden. Die Heizung muss von Grund auf überholt werden, da sie keine Wärme abgibt. Die Bänke sind dringend erneuerungsbedüftig. Die Türen müssen dringend überarbeitet werden, sollen sie nicht auseinanderfallen. Die Orgel bedarf einer gründlichen Reparatur und Stimmung. Die Uhr versagt meistens und das Läutewerk muss ebenso überarbeitet sein, weil es zu viel ausgeht". Weiterhin musste das Kirchendach erneuert werden. Da die Mittel für eine solche Maßnahme fehlten, beschloss man durch eine Haussammlung Geld zu beschaffen. Die Renovierung der Kirche erfolgte dann in den Jahren 1957 bis 1959. Der alte Hochaltar und die Wandmalereien wurden dabei entfernt.

In den Jahren 1972/73 erweiterte Pastor Schlösser unter der Leitung des Architekten Richter die Sakristei mit viel Eigenleistung aus der Pfarrgemeinde. Eine neue Heizungsanlage wurde ebenfalls installiert. Mitte 1974, ebenfalls unter der Regie von Pastor Schlösser erfolgt abermals eine Renovierung des Kirchendaches, die Erneuerung der Verschieferung des Turmes, die Reparatur des Läutewerks und des äußeren Mauerwerks. Außerdem erhält die Kirche ein automatisches Angelusgeläut.

Im Jahre 1982, unter Pastor Blanken und dem Architekt Stitz, erfolgte die Umgestaltung des Chorraumes. Bis dahin zelebrierte der Priester in Egen die heilige Messe immer noch mit dem Rücken zu den Gläubigen. Der Altar wurde neu gebaut und erhielt seine heutige Gestalt. Im Zuge dieser Maßnahme entfernte man den ,,Josef-Altar" und ließ an dieser Stelle den Tabernakel in die Wand ein. Die Madonna und die Josef-Figur erhielten einen neuen Platz auf in die Wände eingelassenen Steinsockeln.

Seit 1992 bis 1997 erfolgte unter der Leitung des Architekten Richter und von Pastor Grabowski wieder eine stufenweise Renovierung der Kirche in drei großen Abschnitten. 1. Abschnitt Turm. Renoviert wurde die Verfugung des Mauerwerks. Komplett erneuert wurden die Verkupferung der Zwiebel und die Verschieferung des Turmes incl. Schalung. Außerdem mussten wegen der Belastungen des Geläuts die Statik des Turmes verstärkt bzw. verändert werden. Im 2. Bauabschnitt erfolgte die Neuverfugung des kompletten Mauerwerk des Kirchenschiffs und der Chor-Apsis. Die geschieferte Dacheindeckung wurde ebenfalls von Grund auf neu ausgeführt. Im letzten und 3. Bauabschnitt erhielt die Kirche eine neue Heizungsanlage und einen neuen Innenanstrich. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme betrugen etwa 1,7 Mio DM. Hier steuerte die Kirchengemeinde Egen aus Eigenmitteln etwa 80.000 DM bei.

Weitere Beiträge …

  • Auszüge aus der Pfarrchronik ab 1873

Egen von Nord-Ost

Informationen zur Kirche und ihrer Geschichte

  • Auszüge aus der Pfarrchronik ab 1873

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  • Das Kirchengebäude - Eine Beschreibung

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