September 2010

HuserLand

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Rangieren im Bahnhof Ponnyhof

4. September 2010

Der Herbst war zwar noch nicht angekommen. Doch am Morgen war es trotz Sonnenstrahlen noch ein wenig frisch im Tal des Huserlandes. Diese Meinung vertrat zumindest eine junge Dame, die sich am Anheizstand erst einmal ihre Finger wärmen musste. Kein Problem, standen doch schon „jede Menge“ Dampfloks am Anheizstand und gaben Strahlungswärme ab. Einfach die Hände über den Schlot der Lok und schon wurden die Finger wohlig warm. Ob die Damenhand anschließend nach verbrannter Kohle gerochen hat, ist nicht überliefert.

Bisher mussten die Lokomotiven immer per Muskelkraft (vier Mann vier Ecken) oder über einfache Rampen entladen werden. Dieser für den menschlichen Rücken wenig erfreuliche Zustand wurde mit dem heutigen Tag beendet. Mit einer hydraulischen Scherenhubbühne können die schweren Lasten (1000kg Gewicht als Obergrenze)  aus einer maximalen Höhe von 80 cm auf Schienenniveau abgesenkt werden. Die erste damit entladene Lok war die Y6B von Klaus Hess. Sie passte mit ihren 2 Metern Länge gerade noch auf die Bühne. Nach der fast mühelosen Entladung aus dem Kofferraum schwebten 300kg Lokomotive vor den Gleisanschluss.

Ein klitzekleines Manko gab es dann doch noch festzustellen. Je nach Standplatz der Lok im Kofferraum, steht das heranrangierte Auto so nahe an einem Baum, dass der Fahrer nicht mehr aussteigen kann. Zumindest nicht auf der Fahrerseite. Nach einer „nett anzusehenden“ Kletterübung war dieses Problem aber überwunden. Derartige Turnübungen werden 2011 der Vergangenheit angehören, so mein Vorsatz…

Am Rangierspiel im Bahnhof  Ponnyhof wollte aber niemand teilnehmen. Rangieren schon, aber nicht auf Zeit. Folgerichtig hatte sich auch niemand zu der Rangierübung angemeldet. Für das Rangieren waren im Vorfeld zahlreiche Güterwagen eines Eisenbahnkollegen im Schuppen abgestellt worden. Den Weg nach Ponnyhof fanden sie als ansehnlich lange Züge auch. Dort angekommen, wurden die Waggons zunächst auf einzelne Abstellgleise verteilt und später wieder zu einem neuen Zug gekuppelt.

Trotz des schönen Wetters gab es nicht nur draußen schöne Erlebnisse, sondern es herrschte auch wieder im Eisenbahnerwohnheim prächtige Stimmung. Ein Damentisch gönnte sich zunächst ein wenig Schatten, dann ein Stückchen Kuchen, frönte dazu der Redekunst und labte sich an geistigen Getränken. Nachdem man sich gegen Ende des Fahrtages mit dem „Küchenpersonal“ verbrüdert (oder sagt man in diesem Fall besser verschwestert?) hatte, baten sie einen freundlichen Herren aus Issum zum Sektausschank. So genossen die Damen ein paar Gläschen Sekt. Das Ergebnis: Fröhliche Stimmung, Verlust des Fahrvermögens und eine Erinnerung an einen schönen Fahrtag im Huserland. Ein dem Fahrtag ferngebliebener Herr (Name der Redaktion bekannt) jedoch, fand das aber gar nicht lustig. Eine der Damen hatte noch einen Fahrauftrag außerhalb des Fahrtages angenommen, diesen Umstand aber schlicht verdrängt. Plötzlich fiel es ihr wieder ein, doch den Fahrauftrag musste nun besagter Herr erledigen. Prompt hing anschließend der Haussegen des Paares schief. Jetzt darf sie nicht mehr ins Huserland. Armes Deutschland!

Zu den Bildern des Fahrtages geht es hier lang.

Die Bildershow kann automatisch ablaufen (Dreieck) oder manuell angezeigt werden.
Jedes Foto hat einen Beschreibungstext, den man in der oberen Menueleiste ein- oder ausschalten kann (i). Das obere Menue erscheint beim überfahren des Bereiches mit der Maus.

Vorwärts entweder durch Mausklick ins Bild, auf die Pfeile des menues, vor und zurück auch mit dem Rad oder den Pfeiltasten der Tastatur.

Ich schreibe das nur, weil es noch so neu ist...