Am Morgen stellte ich die
Hubbühne an der Lokverladung auf. Schön einsam war es dort und meine Hoffnung, dass sich dass im Laufe des Tages ändern könnte, war nicht besonders groß. Der Grund für meine Skepsis: Wasser. In Form von
Dauerregen prasselte es in den Abstufungen „stark“ und „sehr stark“ auf die Schienen des Huserlandes. Derartiges Urlaubswetter lockt die Menschen natürlich nicht gerade in den Garten. Schade eigentlich, denn
die Gartenbahnsaison neigte sich doch schon ihrem Ende zu.
Nach längerer Wartezeit wagte sich dann doch noch der eine oder andere Besucher auf die Anlage. Zunächst war Fahrbetrieb unter
dem Regenschirm angesagt. Unter so einem Dach fanden auch diverse Versuchsfahrten für eine noch im Bau befindliche Diesellok statt. Das Getriebe sollte getestet werden. Ein Elektromotor sorgte provisorisch
für den Antrieb des hydraulischen Getriebes. Später einmal soll an seiner Stelle ein richtiger Verbrennungsmotor werkeln. Der aber ist noch in Arbeit. Wie die Baumeister berichteten, lief der Motor zwar
schon, blieb aber im Moment völlig hinter der erwarteten Leistungsabgabe zurück. Da wären noch allerlei Optimierungen und Anpassungen notwendig. Das Provisorium konnte leider auch die drehzahlmäßigen
Erwartungen des Getriebe nicht ganz erfüllen. So erfolgten die Tests allesamt im Kriechgang und, was die Zugkraft anbelangt, leistungsbegrenzt.
Nachmittags hörte es endlich auch einmal auf zu
regnen. Ohne Schirm konnte man nun den spärlichen Fahrbetrieb bewundern, ein wenig klönen an der frischen Luft und eine Pause einlegen vom Aufenthalt im Eisenbahnerwohnheim. Dort residierte auch der
Spaßbankchef und wurde schläfrig. Da hat er doch glatt verpasst, das die kleine Feldbahnlok einen schönen neuen Fasswagen im Zug eingestellt hatte.