Einige Besucher aus Remscheid, nämlich Vater und Sohn bauten gemeinsam an dieser Lokomotive. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist oft im
Huserland zu bestaunen. Ich bezeichnete diese Maschine in meinen Berichten immer einfach mit Koef II. Das rief den Protest von Vater Völpel auf den Plan. Er versorgte mich mit Literatur.Nach Studium der
Texte war meine Bezeichnung der mit „Molly“ benannten Lok zwar nicht völlig falsch, aber es gibt zu dem von den Beiden gebauten und betriebenen Loktyp einige Unterschiede zu den uns als „Rangiereseln“
bekannte Kleinlok der Gattung Koef II zu beachten. Die äußerlich sichtbaren Unterschiede sind der erweiterte Achsstand und das verlängerte Führerhaus.
Die WR-100-IIa-01-11 ist das Ergebnis eines Bedarfs
der deutschen Militärs entstanden im II. Weltkrieg. In den besetzten Gebieten benötigte man leistungsstärkere Maschinen als die auf den Heimatbahnhöfen eingesetzten Typen (30 bis 107 PS). So kam es zu der
Entwicklung der bei gleicher Achslast nun 300PS leistenden Motoren ausgerüsteten Kleinlokomotiven. Auf einen störungsfreien Betriebeinsatz im Winter legten die Militärs besonderen Wert. Die Führerhauskabine
war geschlossen und bot durch eine Verlängerung für zwei Personen Schlaf und Schutzeinrichtungen. Der Radstand der Maschinen war um 1700mm verlängert worden und die Bedieneinrichtungen wurden durch eine
Panzerung geschützt.
Den Krieg überlebten nur wenige der ans Militär ausgelieferten Lokomotiven. Aber auch nach dem Krieg sind Maschinen dieser Bauweise in kleiner Stückzahl neu gebaut worden. Keine
Maschine diesen Typs ist in Deutschland erhalten geblieben. Die letzte ihrer Art wurde beim Großbrand des Nürnberger Museumslokschuppens im Jahre 2005 zerstört.
Im Modell der Familie Völpel lebt diese
Maschine nun weiter. Hoffentlich kommt sie noch oft zur „Rangierarbeit“ ins Huserland.
Weitere Infos zur Lokomotive, sowohl zum Vorbild als auch zum Modell, finden Sie auf der Homepage des Sohnes Lucas
Völpel.